Freitag, 20. November 2009

Warum ich anders bin? (Erkrankung Borderline)

Ja warum ich anders bin, ich denke das liegt an meiner Krankheit...

Ich leider seid einiger zeit unter schweren Depressionen und Borderline.

Mit den Depressionen könnte man sich ja noch irgendwie abfinden, weil dies kommt und geht und es gibt ja mittlerweile Medikamente die einen gut unterstützen können. Aber für Borderline gibt es noch nichts es ist eine Persönlichkeitsstörung.

Klar es gibt Therapien aber nicht jede wird von den Krankenkassen übernommen was ich selber schon am eigenen Leid erleben musste. Meine Krankenkasse wusste noch Nichtmal was das ist geschweige den was die Therapie Dbt ist. Die eine gute Form der Therapie ist.

Man muss lernen damit umzugehen und zu akzeptieren und Dinge die für andere normal sind, sind für mich nicht normal.Da kann es sein das man in das falsch erlernten Muster (Erfahrungen meist in der Kindheit) zurück fällt und anders handelt.

Was für einen selbst schon schwer ist aber wie ist das für die Menschen die um einen sind? Jedoch Bordeline ist eine Krankheit die bleibt man lernt nur damit um zu gehen oder sich zu arrangieren.

Seit 5 Jahre weis ich das ich Bl (Bordeline) habe seit dem hat das Kind einen Namen aber das ist auch schon alles. Zwar wurde es zu diesem Zeitpunkt diagnostiziert aber ich denke ich habe es schon länger. Wie man damit Umgehen soll und das man damit klar kommen muss anders zu sein und viele Dinge anders wahr zu nehmen. Oder gar wie man sich manchmal fühlt das können nur die wenigsten Nachvollziehen.

Ich will keinen hier die Ohren voll heulen oder gar Mitleid das ist nicht Sinn und Zweck dieses Artikels hier, sondern eher darüber nachzudenken.

Wie man sich fühlt oder das man auch nur ein ganz normaler Mensch ist mit einer Krankheit.Leider sind die Reaktionen oft sehr merkwürdig schon alleine wenn die Leute hören (Selbstverletzungen, Stimmungsschwankungen, Anpassungsschwierigkeiten, Verlassensängste, Probleme mit Zwischen Menschlichen Beziehungen) hören oder gar sehen (Narben) nehmen sie schon Reis aus. Ich weis nicht was die Menschen denken das Blér Monster sind.

Beste Situation dafür war als ich zu einen unabhängigen Ärztin sollte. Kaum hatte ich gesagt was ich habe fragte die Frau " Na wo schnippeln Sie sich den" ich war außer mir und Innerlich so wütend denn gerade von einer Ärztin sollte man mehr Einfühlungsvermögen erwarten. Oder etwa nicht?

Dabei gibt es so viele Arten von Borderliner das man das so nie sagen kann und hey man verletzt sich nicht aus Spaß sondern weil man seinen Druck und die damit verbundene Gefühlswelle besser verpacken kann. Ich schäme mich heute noch wegen der Wunden, dabei sehen meine nur aus wie Verbrennungen da ich nicht schneide sondern Kratze.


Ich möchte euch hier keine Angst vor der Krankheit machen eher die Krankheit zu verstehen und mit den Menschen besser umzugehen.


Klar es ist komisch und Gewöhnungsbedürftig zu verstehen warum manche ihren Druck der bei Bl (Borderline) entsteht womit wir nicht so gut umgehen können mit verschiedenen Dingen versuchen abzubauen.z.B extrem Sport, sich selbst verletzen, oder sogar Prügelleihen anfangen.

Ich bin auch ein sehr impulsiver Mensch wenn ich denke dass irgendwas falsch ist oder Unrecht ist dann bin ich die erste die sich aufregt. Blér (oft eine Bezeichnung für Leute die das haben) denken oft in schwarz und weiß/ gut oder böse ein dazwischen gibt es nicht.

Bl ist eine sehr umfangreiche Erkrankung und man kann und sollte sie nicht einfach in irgendeine Schublade stecken. Denn dann würde man verhindern einen netten Menschen kennen zu lernen.

Ich hoffe das euch dieser Artikel gefallen hat.



Quellen:

Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite ( unter Suchenfeld eingegeben )
Text: von mir geschrieben


Kommentare:

Annika hat gesagt…

Hallo Fijona,

ich kann nur zu gut nachvollziehen, wie es Dir geht. Ich leide auch unter immer wiederkehrenden Depressionen, BL und posttraumatische Belastungsstörungen.

Auch kratze ich mich so wie Du und ritze mich nicht, so wie manch andere. Und solch blöde Kommentare von anderen Menschen (teilweise Ärzten) kenne ich auch.

Ich drücke Dir die Daumen, dass auch Du einen Partner hast, der mit Dir und Deiner Krankheit gut umgehen kann, denn solche Menschen brauchen wir.

Lieben Gruß

Annika

Kristina hat gesagt…

Hallo Fijona!
Erstmal möchte ich mich für deinen lieben Kommentar zu meinen Häkeleien bedanken.
Durch ihn bin ich nun hier gelandet.
Nun ist dein Blog recht umfangreich, aber hier an diesem Post bin ich hängengeblieben.
Ich finds gut, wie du hier über dein anders sein schreibst.
Ich habe vor ein paar Jahren ein Therapie gemacht.
Habe eine Angststörung, depressive Phasen und wer weiß was noch.
In der Therapie habe ich eine Person besonders gern gehabt.
Und sie hat damals auch die Diagnose Borderline bekommen.
Ich fand sie gut, wie sie war und wir haben die meiste Zeit miteinander verbracht.
Vielleicht haben manche Menschen nur Angst vor dem, was nicht der "Norm" enstpricht?
Oder es macht zuviel Mühe, denn sie möchten lieber oberflächlich sein....
Ist egal, gut ist, dass es immer wieder Menschen gibt, die mit anders sein normal umgehen können und wollen.

Ich wünsche dir, dass du deinen Umgang mit der Krankheit findest und es dir mit der Zeit besser geht.
Und wenn du mal wieder an so eine Ärztin gerätst, dann sag was du von ihrer Art hältst!
Das macht dich stark, glaube ich...
Ich lasse mir auch nicht mehr alles gefallen, an manchen Tagen geht das gut, und an anderen nicht.
Aber ich versuche mich zu wehren.

Mariam hat gesagt…

Hallo,

Ich wollte mich mal bedanken, dafür dass du auf meinen Artikel verweist. Es freut mich zu hören, dass auch du etwas damit anfangen kannst.
Es scheint, dass wir Borderliner im Grunde doch sehr ähnlich sind.
Nur fehlen leider oft Gleichgesinnte in der Umgebung. So geht es mir zumindest.

Liebe Grüße
Mariam